
Titel: Was geschah in Echo Falls? (Gewinner des Agatha Awards in 2005)
Autor: Peter Abrahams
Sprecher: Friedhelm Ptok
Alter: ab 12 Jahren
Inhalt: Eigentlich hat die 13-jährige Ingrid schon genug um die Ohren mit dem Fußballtraining, der heißersehnten Hauptrolle in dem Theaterstück „Alice im Wunderland“, den in letzter Zeit ziemlich seltsamen Eltern und dem exzentrischen Großvater. Doch dann geschieht ein Mord in der sonst so beschaulichen Kleinstadt, und wie es aussieht, ist Ingrid die letzte, die das Opfer lebend gesehen hat. Außer dem Mörder. Die Polizei scheint im Dunkeln zu tappen und Ingrid sieht nur noch eine Möglichkeit: Mit Hilfe ihres Idols Sherlock Holmes muss sie sich selber auf die gefährliche Suche nach dem Mörder begeben.
Meinung:
Ich bekam vor kurzem die Gelegenheit, „Hörstern.de“, das Hörbuchportal für Kinder und Jugendliche, zu testen. Die Entscheidung für ein Buch fiel mir bei der liebevollen und handverlesenen Auswahl enorm schwer. Da ich aber eine Vorliebe für Krimis habe, entschied ich mich letzten Endes für „Was geschah in Echo Falls?“ von Peter Abraham, der mir bis dato als Autor unbekannt war.
Die Geschichte zog mich bereits nach den ersten 5 Minuten in ihren Bann, obwohl ich etwas skeptisch war, da ich mit „jungen Detektiven“ bislang keine guten Erfahrungen gemacht habe (abgesehen von TKKG und den Drei ???). Ich befürchtete, auf eine kleine, besserwisserische Zicke ähnlich „Flavia de Luce“ von Alan Bradley zu treffen. Doch Ingrid ist so ganz anders als Flavia! Ingrid ist höflich, besonnen, aber auch ein wenig rebellisch, mutig und sie trägt das Herz am rechten Fleck. Aus ihrer Angst heraus begeht sie so einige Fehler, doch sie lernt aus ihnen und im Laufe der Ereignisse wächst sie an ihren Herausforderungen.
Das Rätsel um den Täter ist zwar nicht besonders schwer zu lösen, aber darauf kommt es in diesem Fall nicht so sehr an. Die liebevollen Charaktere, der gelungene Schreibstil und nicht zuletzt die hervorragende Erzählweise von Friedhelm Ptok machen das Hörbuch zu einem kurzweiligen Hörvergnügen.
Ich werde mir auf jeden Fall auch die beiden Nachfolger „Hinter dem Vorhang“ und „Verliefen sich im Wald“ anhören. Ich möchte die sympathischen Figuren wiedertreffen und freue mich auf neue Abenteuer mit ihnen.
Schließlich kann ich allen Eltern von Kindern/Heranwachsenden das Portal "Hörstern.de" besten Gewissens empfehlen. Ich bin begeistert vom Angebot, der Idee und der technischen Umsetzung (es gibt sogar ein „Taschengeldkonto“).
Obwohl ich selbst keinen Nachwuchs habe, werde ich dort gewiss häufiger stöbern, denn da kann ich mir sicher sein, dass ich auf keine „bösen Überraschungen“ stoße, wenn mir nicht danach ist.
