Dies hier ist eigentlich in erster Linie ein Hobbyblog und daran wird sich auch nichts ändern, aber dennoch muss ich mal was ganz anderes loswerden. Die Bundestagswahl hat einen sehr seltsamen Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Es geht mir dabei nicht mal um die gewählten Parteien und ihre Inhalte, sondern darum, wie Leute heutzutage wählen und wie es inszeniert wird.
Erstmal "Wahlkampf" - dieses Wort finde ich übel, geht es doch um Gruppen von Menschen, die eigentlich das Beste für uns wollen (sollten). Wieso bekämpfen die sich? Ich will friedlich leben und nicht in einer Atmosphäre von Hauen und Stechen und "die bessere Wahlwerbung möge gewinnen"...
Dann "Kanzlerduelle" - da ist übrigens wieder das Kriegerische vorhanden. Es ist mir schnurzpiepegal, wie medienwirksam jemand aussieht, wie gut seine Redenschreiber sind und wie gut er beim Rethorikunterricht aufgepasst hat. Und dass da niemand völlig Neues von sich geben wird und nicht auf Risiko spielen wird...meine Güte, was soll der Mist? Das ist Hollywood, das ist Film, das ist Augenwischerei.
Das ist keine Misswahl, man wählt immer noch ganze Parteien und nicht einzelne Herrschende.
Und dann diese schwierige Entscheidung einen Tag vor der Wahl - "hmm, was soll ich denn jetzt anziehen..äh..wählen". Sowas überlegt man sich doch nicht erst 14 bis 1 Tag vorher! Bei sowas lasse ich doch nicht meine aktuelle Stimmung entscheiden. Ich will nicht von jemandem regiert werden, der Glück hatte, weil das Wetter gerade schön war, weil es regnete, weil es den Wählern langweilig war, weil sie Lust auf was Neues hatten...bei jedem Autokauf denkt man intensiver und länger nach!
Ok, dass Parteiprogramme sich auch immer stärker ähneln und alles zu einem grauen Einheitsbrei wird - das ist ein anderes Thema und gehört in einen anderen Beitrag. Irgendwann mal, vielleicht ;-)